Adventskalender 2024
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Vierundzwanzigstes Adventstürchen
In den frühen Morgenstunden roch es immer noch irgendwie merkwürdig. Die Wichtel hatten sich daran gewöhnt und warteten gespannt hinter ihrer Wichteltür auf die Reaktion der Familie. Noch mussten sie geduldig warten. Dann vernahmen sie die ersten Schritte die immer deutlicher zu hören waren. Aus den Kinderzimmer kommend standen auch Aron und Ravi im Wohnzimmer neben Papa Silas. Mama Bella klapperte derweil schon in der Küche mit dem Geschirr zum Frühstück. Ravi und Aron standen vor der Wichteltür mit ein klein wenig Wehmut im Herzen. Schließlich ist ja heute der Heiligabend, jener Tag an dem die Wichtel gewöhnlich langsam wieder aufbrechen um sich zurück zu ziehen. Nicht mal ein Weihnachtsbaum haben sie in diesem Jahr aufgestellt bemerkte Ravi mitfühlend.
Da rief es schon aus der Küche: „Hat einer von euch die Gewürzgurken, das Gurkenglas gesehen?“ Schon stand sie im Türrahmen und sah in den Raum hinein. Aron und Ravi schüttelten den Kopf. Sie waren es nicht und Papa Silas sind Gewürzgurken sowieso zu sauer, er mag sie auch nicht pur essen. „Seltsam ich habe sie mir doch extra auf den Küchenschrank bereit gestellt. Sagt mal was riecht hier so komisch. Riecht ihr das auch?“ „Jetzt wo du es sagst, fällt es mir auch auf.“ erwiderte Papa Silas und öffnete das Fenster. Eine kühle frische Luft strömte ins Wohnzimmer. Eine Socke fiel direkt vom Windzug auf den Boden. „Von wo kommt die denn nun jetzt so plötzlich her?“ Suchende Blicke scannten den Raum ab und entdeckten weitere Socken an der Zimmerdecke? Papa Silas holte eine Leiter und entfernte die an der Decke hängenden Socken, welche aus dem Wäschekorb stammten. Puh… jetzt weis ich woher das Sprichwort kommt, es stinkt bis zum Himmel. Aron und Ravi wussten sofort, das konnten doch nur wieder das Werk ihrer geliebten Wichtel gewesen sein. Auf was für Ideen sie so kommen. Mama Bella schüttelte immer noch ungläubig ihren Kopf und verschwand wieder in die Küche.
Die Gewürzgurken blieben jedoch irgendwie verschollen. Nachdem das Wohnzimmer ausgiebig gelüftet war und das Fenster geschlossen. Dauerte es nicht lange und ein weiterer seltsamer vertrauter bekannter zarter Duft breitete sich in der Nähe der Wichteltür aus. Zuerst bemerkte es Ravi mit seiner feinfühligen Nase. Die werden doch nicht etwas, die Gurken gemopst haben? Dachte er so ganz still für sich allein.
Wie jedes Jahr am Heilgenabend gingen sie gemeinsam eine kleine Runde jetzt in ihrer neuen Heimat in Winterwalde spazieren.
Im Wohnzimmer war es mucksmäuschen still geworden, eine gute Gelegenheit welche die Wichtel Kalle und Niko nutzten um ihren Weihnachtsbaum, welchen sie in der letzten Nacht doch noch geschaffen haben aufzustellen. Sie hatten ganz schön zu kämpfen ihn unversehrt durch die kleine Wichteltür nach außen zu befördern. Nach ein paar kleineren Reparaturarbeiten stand er kerzengerade vor dem Wichteldomizil. Ein Weihnachtsbaum den man essen kann hatten wir noch nie. Untersteh dich bitte Niko, mahnte Kalle seinem Freund.
Da ging auch schon die Wohnungstür auf und die Familie kehrte vom Sparziergang erholt zurück. Gemeinsam deckten sie die Kaffeetafel und warteten auf den Weihnachtsmann. Sie warteten und warteten jedoch nichts geschah. Ob er uns vergessen hat? Fragende Kinderaugen sahen gespannt immer wieder zur Eingangstür. Schließlich ist es nicht so leicht den schweren Sack bis in die fünfte Etage zu tragen. Der Weihnachtsmann ist ja schließlich auch schon in die Jahre gekommen. Tröstete Papa Silas seine Söhne. Nach einer geschätzten Ewigkeit unterbrach Papa Silas die Stille. Schaut mal, was ist denn da auf dem Balkon? Aron und Ravi rannten zur Balkontür und entdeckten einen prall gefüllten Sack. Den hat der Weihnachtsmann sicher über den Balkon geworfen. So wird es wohl gewesen sein. Sie trugen gemeinsam den Sack ins Wohnzimmer und stellten ihn vor den Weihnachtsbaum ab.
Aron und Ravi liefen zu der Wichteltür, um auch ihre Wichtel vor der Bescherung ein frohes Weihnachten zu wünschen. „Mama, Mama hier sind deine Gewürzgurken.“ Rief Aron sogleich. „Die Wichtel haben sich daraus einen Weihnachtsbaum gefertigt.“ Schließlich wissen sich auch Wichtel manchmal aus der Not zu helfen.
Unter dem Gewürzgurken-Wichtel-Weihnachtsbaum lag noch eine letzte Botschaft für Aron und Ravi bereit.
Lieber Aron, lieber Ravi,
In diesem Jahr sind wir ja etwas verspätet bei euch eingetroffen. Das war ganz schön aufregend bis wir endlich eure neue Adresse in der Hand hatten. Wir telefonierten mit dem Wichtel Gustav und er hat mit all den daheim gebliebenen Wichtel uns die Erlaubnis gegeben bis zum 6 Januar bei euch zu verweilen. Das ist doch eine tolle Nachricht oder?
Wir freuen uns schon mit euch noch viele Späße zu erleben.
Aron danke für deine Briefe die du uns persönlich zu kommen lassen hast. Wir haben uns sehr gefreut.
Lieber Ravi vielleicht hast du ja auch mal Lust uns zu schreiben, dein Briefkasten schaut schon ganz traurig. Bunte Stifte und Papier haben wir auf deinem Schreibtisch schon gesehen.
Für heute am Heiligabend wünschen wir euch einen fleißigen 🎅 Weihnachtsmann.
Eure Wichtel Kalle und Niko
Nachdem die Kinder die Botschaft des Wichtels gelesen haben ging es ans auspacken der Weihnachtsgaben die unter dem Weihnachtsbaum standen.
Ein frohes besinnliches Weihnachtsfest wünschen euch Allen
die Kinder Aron und Ravi mir den Papa Silas und Mama Bella
sowie die Wichtel Kalle und Niko
Rutscht gut ins neue Jahr vielleicht lesen oder hören wir uns ja wieder im nächsten Jahr.
Bis bald
© Petra-Josephine
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Dreiundzwanzigstes Adventstürchen
Nach dem Abendessen suchte Ravi und Aron vergebens ihren Schlafanzug. Obwohl sie ihn immer im Kinderzimmer ausziehen und ins Bett legen, war dieser wie vom Erdboden verschluckt. Nur komisch war, das alle beide gleichzeitig verschwunden waren. Aron rief aus dem Kinderzimmer „Mama hast du mein Schlafanzug in die Wäsche getan?“
„Nein warum fragst du ?“
„Na weil ich ihn nirgends finden kann Mama“ erklärte er sich.
Aus dem anderen Kinderzimmer, meldete Ravi ebenfalls den Verlust seines Schlafanzuges, nachdem er sein ganzes Bett nach diesem durchwühlt hatte.
So gut wie gleichzeitig rannten sie ins Wohnzimmer und stießen doch um Haaresbreite fast zusammen. Zum Glück konnten sie sich gerade noch so ausbremsen, dass keiner mit einer Beule oder blauen Fleck davon kam. In dem sie so fast aufeinander prallten entdeckte Aron die Bescherung. Mit der Rechten Hand zeigte er auf den Weihnachtsbaum und fragte.
„Haben wir etwa heute schon Bescherung?“
Ravi entdeckte etwas rotes am Weihnachtsbaum durchschimmern
„Ich glaube ich habe ihn gefunden“ und lief schon eilend zum Weihnachtsbaum.
Mama Bella konnte ihn kaum bremsen, sie sah ihren Wildfang schon die Hose vom Baum reißen das dieser zum fallen droht.
„Stopp die Schlafhose hängt viel zu hoch Ravi, ich helfe dir“.
Gemeinsam befreiten sie den Weihnachtsbaum von der Kleidung. Nur mit den Lichtern bestückt sah er schon ziemlich ungeschmückt aus.
„Kein Wunder das die Wichtel ihn an putzen wollten“ kam es prompt von Aron.
„Nein Kinder der Weihnachtsbaum wird immer erst am vierundzwanzigsten Dezember vormittags geschmückt wie jedes Jahr. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Morgen schmücken wir ihn gemeinsam.“
Ravi und Aron huschten in ihr Schlafgewand und waren sogleich in ihre Betten gehuscht. Aron las wie jeden Abend noch ein paar Seiten in seinem Buch und Ravi hörte sich eine Weihnachtsgeschichte an und schlief derweil sanft ein.
Die Wichtel belauschte alles was am Abend so vor sich ging und stellten fest, dass sie ihren eigenen Weihnachtsbaum noch gar nicht aufgestellt haben. Ist ja auch kein Wunder bei dem Trubel was wir in dieser Adventszeit durchgemacht haben, bemerkte Kalle so nebenbei. Jedoch da sie noch reichlich Zauberpulver zur Verfügung hatten beschlossen sie sich, einen Weihnachtsbaum zu zaubern. Niko streute etwas Zauberpulver auf die vor der Wichteltür stehende Tanne und Aron sprach den Zauberspruch. Sie staunten nicht schlecht, der Tannenbaum verschwand vor ihren Augen und ward nicht mehr zu sehen. Oh je, nun standen sie ohne einen Weihnachtsbaum da. Kalle bemühte sich den Zauber zurückzunehmen. Es tat sich nichts, es rührte sich auch rein gar nichts. „Soll das unser Weihnachten werden ohne den traditionellen Wichtel Weihnachtsbaum?“ Niko konnte und wollte es nicht verstehen. Sein eindeutiger Blick verstärkten seine Gedanken. „Das ist doch keine richtiges Weihnachten“ verteidigte er sich.
Kalle versuchte es ihm zu erklären. „ Niko manchmal kommt es nun mal anders, als wir es uns ersehnen. So wie jene Verzögerung bis wir hier angekommen sind bei Aron und Ravi. Wir sind nur noch ein paar Tage hier und statt zu schmollen lass uns die Zeit vollen Herzens genießen. Oder bist du da anderer Meinung“
„Kalle du hast ja recht, vielleicht fällt uns ja was ein“ und dabei fing er schon schelmisch an zu lachen und sein Blick wanderte auf den großen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer.
„Untersteh dich, lass es bitte sein Niko“ mit einer mahnenden Stimme.
„Wir schneiden einen Zweig aus den Weihnachtsbaum und schon haben wir zwar einen zu großen aber wir haben wenigstens dann auch einen Weihnachtsbaum“ verteidigte sich Niko.
„Nein dann ist der wunderschöne Weihnachtsbaum nicht mehr so wunderschön und steht traurig im Raum. Möchtest du das wirklich?“
„Nein es war ja nur eine Idee“ kam es fast kleinlaut von Niko
„Das will ich auch ernsthaft gehofft haben Niko. Wir haben ja noch ein paar Stunden bis zum heiligen Abend vielleicht fällt uns ja noch etwas ein.“ tröstete er seinen etwas traurigen Wichtelfreund.
„Lass und jetzt lieber noch ein Spaß vorbereiten ich habe da so eine Idee, die passt zu deiner Stimmung die stinkt gerade bis zum Himmel“
Weihnachten ohne einen Weihnachsbaum geht das überhaupt?
In dieser Nacht genossen sie ihre Freude am Schabernack und Späße machen. So verschwanden alle Stifte aus der Federtasche der Kinder. Salzstange platzierten sie stattdessen in die Federtaschen. Stifte zum Naschen wie sollen die Kinder da nur schreiben oder malen können. Doch den Wichteln war es egal schließlich sind sie ja auch zum Schabernack treiben hier. Kaum auszudenken wenn sie zur Schule gehen und statt Stifte nur Salzstangen vorfinden.
Es fing schon langsam an hell zu werden. Irgendwas stinkt immer noch zum Himmel, doch was das sein könnte erfahrt ihr vielleicht, aber nur wenn ihr Glück habt morgen.
© Petra-Josephine
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Zweiundzwanzigstes Adventstürchen
Ein leichter Wind zog durch das geöffnete Fenster und flutete die Wohnung gleichzeitig mit frischen Sauerstoff. Die Wichtel schliefen seelenruhig in ihrem Domizil. Nicht einmal der saugende Staubsauger weckte sie auf. Es war der knurrende Magen von Niko der den ersten Wichtel weckte. Niko stand auf und wollte sich was zum essen aus dem Schrank nehmen, da fiel ihm ein Teller aus der Hand. Er klirrte so laut das Kalle gleich in seinem Wichtelbett saß und sich erschrocken umschaute. "Sorry mir ist nur der Teller aus der Hand gelitten. Aber er ist ganz geblieben " erklärte sich Niko und seine Beine zitterten dabei. Denn auch er erschrak sich so sehr dass es ihm selbst durch den ganzen kleinen Körper fuhr.
Kalle reckte und streckte sich ausgiebig und stand ebenfalls auf. Denn an schlafen war nun nicht mehr zu denken. Er war putzmunter von Null auf Hundert. Sein Herz schlug kräftig und etwas schneller. Bevor er aufstand atmete er ein paar Mal kräftig durch. "So nun bin ich bereit aufzustehen" stieg zuerst mit seinem rechten und dann mit seinem linken Bein aus dem Bett.
Machte sich für den Tag zurecht, denn auch Wichtel müssen sich ordentlich ihre Zähne putzen.
Gemeinsam frühstückten sie ausgiebig und plauschten über die aufregende Zeit der Suche und dies und das. Doch plötzlich kam es ihnen fast gleichzeitig in den Sinn das sie in dieser Adventszeit noch gar nicht so viele Schabernack gemacht haben. Das müssen wir unbedingt ändern, so kann es auf keinen Fall bleiben. So saßen sie am Tisch und überlegen sich was sie so heute machen könnten wenn kein menschliches Wesen in der Wohnung ist. Nichts schien ihn passend zu sein. Alles was ihnen in den Sinn kam war ihn nicht spaßig genug.
Immer wieder kam der Satz, ich habe es, ach nein ist doch nicht so gut. Jetzt habe ich aber eine ganz coole Idee. Da werden die Kids erst Augen machen und lachen. Kalle beauftragte Niko aus dem Bad ein paar Wäscheklammern zu holen. Kalle ging derweil in die Kinderzimmer und holte sich Socken, Unterwäsche sowie ein paar kleine Kuscheltiere aus Ravis Kuschelecke. Die Kuscheltiere setzte Kalle auf die Tannenzweige des Weihnachtsbaumes der im Wohnzimmer stand. Die Socken und Unterwäsche hingen sie gemeinsam auf und befestigen diese mit den Wäscheklammern. Das sah vielleicht ulkig und gleichzeitig lustig aus.
Kalle und Niko waren so ausgelassen, das sie sich anschließend noch eine Kissenschlacht im Wohnzimmer gaben. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie das Wohnzimmer aus sah. Alle Kissen die die Wichtel finden konnten lagen auf den Boden verteilt. Sogar Mama Bellas und Papa Silas Kopfkissen war hier zu finden.
Zum Aufräumen kamen die Wichtel nicht mehr, da die Zeit viel zu schnell davon eilte. Sie hatten Mühe über den Kissen Berge zu klettern, um ungesehen hinter ihre Wichteltür zu verschwinde.
Mama Bella betrat als erste das Wohnzimmer, schlug die Hände an ihrem Kopf und rief laut "Was ist den hier passiert!" Aron und Ravi drängten sich an Mama Bella vorbei, um auch zu sehen was da los war. Ravi hatte sogar noch ein Straßenschuh am Fuß. "Na hier ist ja was los, hier war wohl Remmidemmi" stellte Mama Bella noch einmal fest und erblickte den Straßenschuh an Ravis Fuß. "Husch ab raus vor die Tür und erst einmal ordentlich die Schuhe ausziehen" forderte sie ihn auf.
Mama Bella nahm ihre Kopfkissen von den Betten und trug sie zurück ins Schlafzimmer. Ravi legte die Stuhlkissen auf ihre Plätze und Aron sammelte die Kissen der Couch auf. Im Nu haben sie gemeinsam das Chaos auf dem Fußoden des Wohnzimmers beseitigt.
Am Abend stand Ravi neben Aron vor die Wichteltür und unterhielt sich lachend mit ihnen.
Ob und wann sie den geschmückten Weihnachtsbaum entdecken erfahrt ihr vielleicht morgen.
© Petra-Josephine
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Einundzwanzigstes Adventstürchen
So wanderten eins, zwei, drei und sogar noch ein viertes Plätzchen auf den Wichteltisch. Kalle kochte einen Tannenspitzen Tee und sie ließen es sich erst einmal gut gehen. Besprachen wer was heute in der Nacht beim backen übernehmen wird und wurden sich schnell einig. So übernahm Kalle die Aufgaben später die Kuchenform aus dem Backofen zu nehmen um eine weitere Schicht dazu zu geben. Niko erklärte sich bereit in dieser Zeit für Ordnung zu sorgen.
Der Wichtel Kalle legte die Kuchenform mit Backpapier aus. Niko fing schon an die Zutaten abzuwiegen. Schön der Reihe nach, so wie es auf dem Rezept stand. Wie eine lange Eisenbahn standen nun die einzelnen Zutaten in einer Warteschlange. In der Zwischen Zeit hatte Kalle den Backofen zum vorgeheizten auf 200° Grad in der Grillfunktion eingestellt und das Backpapier aufgeräumt. Sowie den Mixer aus Mama Bellas Küche organisiert und mit dem grünen Zauberpulver so klein gezaubert, das sie mit diesem bequem arbeiten konnten. Es wanderte die abgewogenen 75 Gramm Milch mit den 150 Gramm Marzipan auf die Herdplatte. Kalle rührte behutsam die Milch bis sich das Marzipan darin aufgelöst und eine breiartige Konsistenz hatte.
In einer Schüssel wanderten die 200 Gramm Zimmerwarme Butter und 100 Gramm Puderzucker welche anschließend schaumig gerührt wurde. Die breiartige Milch Marzipan Masse fand den Weg in die Schüssel und wurde mit untergerührt. Nach und nach trennte Kalle säuberlich die sechs Eier in dem er das Eigelb der schon gefertigten Masse zufügte. Niko rührte fleißig weiter bis auch das letzte Eigelb untergehoben war.
Das Eiweiß von den sechs Eiern bekam eine Priese Salz und wurde danach gleich Steif geschlagen. Langsam rieselte 100 Gramm Zucker in die feste Eiweißmasse bis es schön glänzte. Dieses wanderte nun ebenfalls in die schon vorbereitete Masse und wurde vorsichtig untergehoben. Den Weg in ein Mehlsieb fanden 100 Gramm Mehl sowie 50 Gramm Stärkemehl welches sie in die Schüssel mit dem Teig siebten. Ein letztes Mal hoben sie auch das Mehl unter den Teig.
Die vorbereitete runde Torten Backform bekam die ersten vier Esslöffel Teig auf den Boden verteilt und wanderte für circa 6 Minuten auf die obere Schiene in den Backofen. Kalle und Niko warteten auf den Augenblick das der Teig eine gute Bräunung bekam, den das sind schließlich später die Jahresringe. Danach bekam die Form eine weitere Schicht von 3 Esslöffel Teig und wanderte wieder für circa 5 bis 6 Minuten in den Backofen auf die oberste Schiene bis sie ebenfalls gut gebräunt war. Dies wiederholten sie so lange bis der Teig aufgebraucht war.
Kalle liebte Aprikosenmarmelade und erwärmte ungefähr ein halbes Glas und strich diesen auf den gebackene Baumkuchenboden. Niko wünschte sich in diesem Jahr einen Schokoladenguss auch dieser fand auf die Marmelade Platz. Nun lagen noch die 50 Gramm übriggebliebenes Marzipan wartend unschuldig in der Ecke. Kalle und Niko betrachteten diese und hörten den wimmernden Ruf und was wird mit mir? Zum einfach so naschen war es selbst für die Wichtel zu viel. So holten sie Ihre kleinsten Plätzchen Ausstechformen hervor. Legten die Masse zwischen Backpapier und rollten die Marzipanrohmasse flach. Kleine Herzen, Sterne und ein Mond wanderten auf die erkaltete Schokoladenschicht. Da geht nicht nur das kleine Wichtelherz der Wichtel auf wenn sie nun ihr Meisterwerk betrachte. Da möchte man am liebsten sofort zum Messer greifen und sich gleich ein Stück munden lassen. Leider dürfen wir ihn nicht zu Gesicht bekommen, denn den wollen die Wichtel zum Weihnachtsfest servieren.
Am frühen Morgen war zwar der Duft vom backen in der Wohnung jedoch keine Spur von dem was die Wichtel gefertigt haben.
Weihnachten ist zum greifen nah, hier und dort gibt es noch so manche Heimlichkeiten. Ob wir davon etwas erfahren, erfahrt ihr vielleicht aber nur vielleicht morgen.
© Petra-Josephine
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Zwanzigstes Adventstürchen
In den letzten Tagen fiel die Temperatur und hielten sich seit ein paar Tagen kurz unter Null. Eine Wetterfront kündigte pünktlich zum Weihnachtsfest Schnee an. Die ersten Schneeflocken tantzten zaghaft vereinzelnd locker und leicht nicht nur vor dem Kinderzimmerfenster. An dem sich Ravi und Aron die Nase platt drückten. Sie schauten den Schneeflockentanz zu und sahen wie der fallende Schnee alles weiß verzauberte und einhüllte.
Nach einer gewissen Zeit lösten sie sich vom Fenster um noch die angefallenen Hausaufgaben zu erledigen. Ravi hatte die Aufgabe ein Buchstaben Puzzel auszuschneiden um diesen anschließend aufzukleben und auszumalen. Sorgfältig und gewissenhaft Schnitt Ravi die Einzelteile der vorgegebenen Linie entlang. Dann sagte er auf einmal: „Mama sag mal, Papier wird doch aus Holz gefertigt“ „Ja das stimmt Ravi“ bestätigte sie seine Aussage. „Aber warum kann man Holz nicht auch mit der Schere schneiden?“ forschte er selbstbewusst nach. „Das ist eine gute Frage Ravi, weil das Holz noch nicht zerkleinert und in feine kleine Stücke gemahlen ist. Deswegen geht es nicht mit der Papierschere zu schneiden. Dafür braucht man eine starke Säge“. Ravi gab sich damit zufrieden und malte farbenfroh den aufgeklebt Buchstaben aus.
In der Zwischenzeit kam Papa Silas nach Hause. Gemeinsam tranken sie Kaffee bevor Mama Bella ihren Einkaufskorb mit den darin liegenden Einkaufslisten nahm um selbst die wichtigsten Einkäufe zu Weihnachtsfest zu besorgen. Nachdem sie ihre Liste abgearbeitet hatte fand sie die kleine Wichtel Einkaufsliste jedoch konnte sie darin noch nichts entziffern. Sie lief zum Schreibwaren Regal und suchte dort nach einer Lupe. Die Lupe wanderte sofort in ihren Einkaufskorb jedoch benutzte sie diese auch um die Liste der Wichtel zu entziffern. So wanderten also das Marzipan, Milch, Butter, Zucker und Eier sowie Mehl und Stärkemehl mit in den Einkaufskorb. Nachdem sie alle Posten auch auf dieser kleinen Liste abgehackt hatte ging sie zum bezahlen zur Kasse.
Daheim räumte sie den Einkauf aus und lies alle Zutaten, welche auf der Wichtel Liste stand im Korb. Jedoch platzierte sie den Einkaufskorb so, dass die Wichtel gut an ihre Zutaten kamen.
Am Abend hüllte sich die gesamte Wohnung in weihnachtlichen Plätzchenduft. Mama Bella bereitete verschiedene Sorten Teig für Plätzchen vor. Welche sie anschließend mit ihren Jungs Aron und Ravi gemeinsam ausrollten. Alle vorhandenen Plätzchenförmchen kamen zum Einsatz. Im Hintergrund lief wie jedes Jahr Weihnachtsmusik. Bei einigen Lieder sangen sie gemeinsam mit, manchmal nur die erste Strophe und den Refrain. Bei anderen Liedern waren sie Textsicher.
Nachdem die Sandtorten-, Butterkeks Plätzchen sowie die Mandel- und Zimtplätzchen gebacken waren ging es für die Kids in die Waagerechte.
Mama Bella erledigte den angefallenen Abwasch vom Plätzchen backen in der Küche und räumte anschließend alles wieder an seinem Platz. Der leuchtende Weihnachtsstern welcher im Küchenfenster hing gab der Küche zu dem Plätzchenduft eine berührendes zufriedenen Weihnachtsgefühl. Mama Bella nahm sich ein Buch zur Hand, zündete eine Kerze an. Vertiefte sich ins Buch und genoss die Stille. Das war der Moment für die Wichtel die ersten Vorbereitung für die folgende Nacht zu organisieren. Ganz leise platzierten sie einen Tisch vor die Wichteltür und holten nach und nach alle Zutaten aus dem Einkaufskorb von Mama Bella.
Die Schüsseln mit den frisch gebackenen Plätzchen in der Küche waren so verführerisch das Kalle und Niko nicht widerstehen konnten. Na hoffentlich naschen sie nicht zu viel, das sie später keine Lust mehr haben selbst ihre Plätzchen nach Wichtelart zu backen. Sicherlich erfahren wir es morgen.
© Petra-Josephine