Vierundzwanzigstes Adventstürchen

Vierundzwanzigstes Adventstürchen

Große Aufregung im Reich des Weihnachtsmannes. Es gab letzte Nacht so starken Frost dass plötzlich unerwartet die Rentiere ihre Hufen eingefroren waren. Wie soll er nun all die Geschenke zu den Kindern bringen. So etwas ist noch nie vorgekommen solange sich der Weihnachtsmann zurück erinnern kann. Er rief umgehend beim Wichtel Gustav an. Erklärte die Situation und war so aufgeregt das er mehrere Ansätze brauchte bis auch Gustav, der Weiseste aller Wichtel den Ernst der Lage durchblickte. Da er sehr Erfahren ist und hoffentlich eine Lösung für dieses unerwartete Problem hat. Ihr müsst wissen das Gustav ein ganz besonderes geheimnisvolles Buch besitzt, welches er nur in Notfälle benutzen darf. 

Sofort nahm Gustav das schwere Buch und blätterte Seite für Seite und fand keine passende Formel. Verflixt das kann es doch nicht geben, schimpfte er leise kurz von dem Ende des Buches in sich hinein. Auch die letzten Seiten gaben keine Erlösung. Gustav atmete drei mal ganz tief durch. Stand auf und ging durch sein Zimmer auf und ab, es fiel ihm keine Idee ein, wie er den Weihnachtsmann helfen könnte. Ich versuche es noch einmal munterte er sich selbst auf. Es muss doch etwas in meinem Buch zu finden sein. Und wenn es etwas ähnliches ist, ich will es noch einmal versuchen. So nahm er sich ein zweites Mal das Buch vor und als er es Aufschlug fiel genau jene Seite auf, die sich zuvor nicht zeigte. Da haben wir es ja, ich wusste doch das dieses Buch immer eine Lösung parat hat. Er nahm ein paar Kräuter und eine Feder. Zündete eine dicke weiße Kerze an und wedelte mit den Kräutern und der Feder in der anderen Hand dicht über der lodernden Flamme. Jedoch so weit entfernt, dass sie kein Feuer fingen. Dann sprach er den Spruch den er aus dem Buch entnommen hatte. Dies wiederholte er drei mal und wartete geduldig ab. Die Kerze die kräftig loderte beruhigte sich Zusehens. Die Anspannung die Gustav verspürte wich ebenfalls von ihm. Es dauerte noch einige Augenblicke da klingelte sein Telephon. Am anderen Ende war noch einmal der Weihnachtsmann. „Gustav, ich weiß zwar nicht wie du es gemacht hast, aber du bist unser Retter. Was wäre Weihnachten ohne ein Weihnachtsmann mit seine Rentiere und die Geschenke. Macht es gut und tausendfachen Dank im Namen aller Kinder.“  und schon war Stille am anderen Ende der Leitung. Denn der Weihnachtsmann machte sich umgehend auf den Weg um am heiligen Abend all seine Gaben an Große und Kleine zu verteilen.

Gustav verstaute sorgfältig sein dickes Buch. Nahm sein Fernglas und schaute ein letztes mal bei seine Wichtel vorbei. Er liebte es die leuchtenden und strahlenden und staunenden Augen der Kinder von der Ferne zu betrachten. Eine Familie fiel ihm in diesem Jahr besonders auf. Es war die Familie Nimmerfroh. Unterm Weihnachtsbaum waren jeweils vier Geschenke immer mit der gleichen Geschenkpapier eingepackt. Vor dem Baum saßen alle im Kreis beisammen. Felix der jüngste des Familienkreises saß vor dem Geschenkberg. Die sind doch nicht alle für ihn. Wunderte sich Gustav schon und wischte sich kurz über die Augen um die Lage genauer zu checken. Dann entdeckte er einen großen Würfel in der Mitte. Beobachtete das Geschehen und die Besinnlichkeit die hier am Weihnachsbaum herrschte. Nach ein paar Würfelrunden und geduldiges abwarten begriff auch Gustav, wie die Familie Nimmerfroh es mit den Geschenken handhabt. Jedes Familienmitglied hat ein anderes Geschenkpapier zugeordnet bekommen, sowie eine Zahl auf den Würfel. Der Würfel geht im Uhrzeigerichtung weiter. Wenn ein Familienmitglied die ihm zugeteilte Zahl gewürfelt hat, bekommt er von Felix eines seiner Geschenke der zuvor zugeteilten Farbe überreicht. Im Hintergrund spielt Weihnachtsmusik und im Fernseher läuft ein Kaminfeuer das leise vor sich hin knistert. So ist recht, sprach Gustav zufrieden zu sich, hier weihnachtet es wie es mein Herz begehrt.
Frohe Weihnachten wünschen euch alle Wichtel aus dem Wichtelland.


Eine gesegnete Weihnachtzeit, mehr Frieden und weniger Streit.
Gesundheit auf all euren Wegen, die Kranken mögen schnell genesen.
Kommt gut ins neue Jahr eure Wichtel.

© Petra-Josephine