Dreiundzwanzigstes Adventstürchen
Es gehörte schon zur Familientradition gemeinsam mit einer Weihnachtsmütze gekleidet den Weihnachtsbaum auszusuchen. Dazu gehört auch das jedes Jahr ein anderer das letzte Wort hat. Das besondere in diesem Jahr war, das Leon den Baum bestimmen durfte. Leon war schon voller Vorfreude diese ehrenvolle Aufgabe übertragen bekommen zu haben. Sein Wichtel Laurenz versteckte sich unbemerkt in die Kapuze von Leon nach dem er davon erfahren hatte. Nach dem Frühstück ging es wie verabredet in den Wald zur Försterin um den diesjährigen Weihnachtsbaum zu fällen.
Im Wald angekommen ging Leon direkt zu einigen Tannenbäume, streifte sanft mit seiner Hand über dessen Nadelkleid. Die einen waren ihm zu groß und andere zu klein. Doch ohne ein Weihnachtsbaum wird es nicht wieder nach Hause gehen, das wusste auch Leon. Darum suchte er sehr aufmerksam und gezielt weiter. Dann entdeckte er einen mittelgroßen Tannenbaum der zwischen vier große kräftig gewachsene Tannenbäume stand. Leon schaute nach oben in den Himmel und sah das diese vier Bäume ineinander gewachsen waren. So das jener denn er ausgesucht hat, keine Chance bekommt direkt den Himmel zu sehen. Er rief seine Eltern herbei und zeigte auf seinen Weihnachtsbaum den er nun ausgesucht hatte. Noch einmal wurde er auch von der Försterin begutachtet und nach dem die kleinen Unebenheiten die er hatte, keine besonderen Bedeutungen bekam. Wurde er von ihr als Weihnachtsbaum freigegeben. Leons Vater setzte die Säge an und sägte ihn bis kurz vor dem Schluss ab. Dann überreichte er die Säge behutsam seinen Sohn Leon und sprach: „So Leon den Rest schaffst du schon allein“. Voller stolz übernahm er unter den Wachsamen Augen seines Vaters und der Mutter die Säge und versuchte sich im sägen. Nach ein wenig Anfangsschwierigkeiten fiel der Baum. Voller Freude trug Leon mit seinem Vater den Weihnachtsbaum zum Auto und verpackten ihn gut. Danach fuhren sie gemeinsam mit ihren roten Weihnachtsmützen wieder nach Hause.
Leons Wichtel atmete erst einmal erleichtert durch. Denn für Laurenz war das ganz schön aufregend. Denn er musste sich mächtig festkrallen an der Kapuze als Leon sich seitlich bückte, um den letzten Teil des Stammes ab zu sägen. Er möchte sich gar nicht ausdenken, wenn er aus die Kapuze gefallen wäre. Denn in diesem Wald kannte sich Laurenz keinesfalls aus. Er hatte weder sein Wichteltelephon noch Zauberpulver bei sich. Kaum auszudenken wenn er verloren gegangen wäre. Weihnachten ohne Wichtel ist doch wie Winter ohne Schnee, oder?
Noch am selben Nachmittag durfte Leon den frisch gefällten Baum schmücken. Er konnte es nicht bis zum heiligen Abend abwarten und verschwand in seinem Zimmer. Dort holte er seine selbst aus den kleinen Tannenzapfen gebastelten Sterne aus dem Versteck und schmückte den selbst ausgesuchten Weihnachtsbaum freudig damit. Seine Augen leuchteten als sei es schon der heilige Abend.
Noch einmal schlafen dann ist es endlich so weit. Das letzte Adventskalendertürchen öffnen wir ganz bestimmt erst morgen.
© Petra-Josephine