Zwanzigstes Adventstürchen
Letzte Nacht schneite es erneut im hohen Norden, das es eine Freude war die weiße Pracht zu genießen. Es gibt kein Wichtel der im Winter auf Schnee verzichten möchte. Doch leider schneite es nicht überall, so das sich die Wichtel anders behelfen mussten. Der Wichtel Laurenz nahm sich ein weißes Betttuch aus dem Schrank und ganz viele weiße Pompons. Diese fand er in einer großen Tüte, welche gut sichtbar in der Bastelecke von Leon war. Das weiße Lacken breitet er doppelt so aus, das er eine richtige Rodelbahn darauf fand. Nur dass das alleinige Rodeln nicht so viel Gaudi macht. Beschloss Lorenz das er die Pompons einzeln die Bahn runter rollen ließ. Die ersten weichen weißen Kugel rollten gegen eine Wand und ein Stück zurück. Alsbald war die Tüte mit den unterschiedlich großen Pompons leer und Laurenz nahm sein Schlitten und gab ihn einen kräftigen Schubs und landete in den Berg von den weißen Pompon. Fand sich Mittendrin wieder, das nicht mal mehr seine Nasenspitze zu sehen war. Laurenz krabbelte aus dem Berg heraus und wiederholte es gleich noch einmal und noch einmal. Bis er bemerkte, dass die Zeit voran geschritten war und die Familie von Leon noch gar nicht daheim ist. Selbst Leon war noch nicht zu Hause. Der Wichtel Laurenz war gerade hinter seine Wichteltür verschwunden, da ging die Wohnungstür schon auf und Leon kam mit seinen Eltern heim.
Leon steuerte sofort seine Bastelecke an und Laurenz zuckte zusammen. Er wird doch nicht seine Pompons suchen. Sein kleines Herz pochte immer kräftiger, das ihm sogar seine kleinen Beinchen wacklig wurden und Laurenz sich erst einmal setzten musste. Dennoch ließ er Leon nicht aus den Augen. Was er wohl sucht? Dann wurde Leon fündig und legte sich eine Schere, dünnen Draht und eine kleine Schachtel mit Holzperlen auf seine Bastelecke. Was er wohl vor hat? Dann verschwand Leon ganz kurz um seine Eltern ein Zimmerverbot auszusprechen. Wo gibt es denn so was, Laurenz kratzt sich nachdenklich am Kopf und bleibt wachsam um Leon im Auge zu behalten.
Aus seinem Rucksack, den er zuvor auf einen Stuhl abgestellt hatte, nahm Leon sich eine Hand voll kleiner Tannenzapfen heraus. Legte sie zu den anderen Sachen, welche er sich schon befreit gelegt hatte. Leon rollte etwas Draht ab. Legte ihn locker doppelt und begann an der oberen Schicht des Tannenzapfen diese genau in die Beuge des gebogenen Drahtes zu legen und drehte ihn behutsam fest. Danach schob er eine kleine Holzkugel darauf und verdrehte auch hier den Draht leicht. Dann wieder ein Tannenzapfen, eine Kugel bis fünf Tannenzapfen und fünf Kugeln aufgefädelt waren. Nun legte er den Draht um den ersten Tannenzapfen verdrehte ihn auch hier fest und fertigte eine Schlaufe um seinen gefertigten Selbstgebastelten Stern. Fünf weitere Sterne bastelte er auf die gleiche Weise. Die er seine Eltern überreichen möchte, wenn der Weihnachtsbaum am heiligen Abend wie jedes Jahr gemeinsam geschmückt wird.
Ob Leon auch wieder beim aussuchen des perfekten Weihnachtsbaumes dabei sein darf, erfahrt ihr vielleicht morgen.
© Petra-Josephine