Sechzehntes Adventstürchen

Sechzehntes Adventstürchen


Die Kerzen auf Gustavs Adventskranz waren schon ganz schön klein geworden. Doch das Leuchten in seinen Augen war wie eh und je strahlend. Er verspürte in sich, dass es an der Zeit war, sein Fernrohr auszupacken und zuerst bei der Wichteline Frieda vorbeizuschauen. Dies geschah in jenem Moment, als sie alle im Trockenraum versammelt waren und die Kinder im weißen Iglu. saßen und dem Märchen lauschten welches ihnen vorgelesen wurde. 
So ist es recht Frieda, das ist Weihnachten. Zufrieden schaute er noch einen Augenblick zu, bevor er sein Fernrohr zu den anderen Wichteln wendete.
Frieda hatte sich ganz oben in einem Hohlraum einer Rolle des weißen Goldes versteckt und lauschte ebenfalls der Geschichte zu. Sie wusste schon ganz genau was sie in der nächsten Nacht mit etwas Zauberpulver am Iglu. verändern nein verschönern möchte. 

In der darauffolgenden Nacht, es war schon die erste Stunde des neuen Tages. Verdunkelte die Wichteline Frieda zuerst die kleinen Kellerfenster, damit sie keiner belauschen konnte. Eine Straßenlampe nahm dem Kellerraum seine Dunkelheit. Mit etwas Zauberpulver, nur ein paar Krümelchen sprach Frieda folgendes Zauberspruch: „Licht Lichterglanz bring dem Iglu. seinen besonderen Glanz. Gib ihn ein ganz besonderen Schein, all die Kinder mögen glücklich sein.“ Nach ein paar Atemzüge leuchtete der Iglu. im warmen weißen Licht. Eine Lichterkette fand in einzelne nach Innen gezogenen Rollen Halt. Es war so gemütlich, dass die Wichteline Frieda ihre täglichen Jogaübungen darin gleich ausübte. Die warmen Decken, welche noch auf den Boden lagen gaben dem Iglu. ein zusätzliches Wohlgefühl. Nach dem sie sich fit und aufgetankt fühlte verschwand sie wieder in ihren Domizil. Denn es wurde auch hier langsam an der Zeit es weihnachtlich zu dekorieren. So stellte sie ihr kleinen Tannenbaum mit der roten Kugel auf der Spitze auf, der ihr immer an die Geschichte von Rudolph mit der roten Nase erinnerte. Dies ist Friedas Lieblingsgeschichte, die sie mindestens ein mal jedes Weihnachten in ihrem Weihnachtsbuch liest und wenn sie Glück hat den Film auch bei ihren Felix schauen kann. Natürlich nur so das er es nie bemerkt.
Nachdem Felix und die Kinder von der Schule daheim angekommen waren und sich gestärkt hatten. Die Schulaufgaben erledigt waren, nahmen sie sich ihr Lieblingskartenspiel und verschwanden nach und nach in den Keller zu ihrem Iglu. Der nach Absprache bis ins ersten Wochenende des neuen Jahres stehen bleiben darf. Wenn keine Rolle dieses weißen Goldes vorher benötigt wird. Da noch ein großes Paket verschlossen im Nebenraum stand konnten die Kinder sicher sein, das sie ihr selbst gebautes Iglu. bis dahin bedenkenlos genießen können. Sie staunten nicht schlecht, als sie ihrem Iglu. so wunderschön erleuchtet sahen.


Wenn Gustav als nächstes durch sein Fernrohr besucht, erfahrt ihr sicherlich schon morgen.

© Petra-Josephine