Fünfzehntes Adventstürchen

    Fünfzehntes Adventstürchen

    Da kam vielleicht Stimmung in die Wohnung und von der Stille des Vormittages ward kein bisschen mehr vorhanden. Jeder hatte etwas zu berichten. Aus der Küche klapperte es, da Mama Bella das Geschirr zum Kaffee vorbereitete und den Einkauf nebenbei einräumte. Papa Silas ging mit dem Staubsauger durch alle Räume, da am Morgen die Kids ihren Sand auf den Boden aus ihre Schuhe ausschütteten und die Wichtel eine Freude hatten damit Konfetti durch alle Räume zu spielen. Zum Glück war das freudige Lachen der Wichtel durch das brummen des Staubsaugers nicht zu hören.

    Nachdem jeder seine Arbeit erledigt hatte, saßen sie gemeinsam am Tisch und jeder berichtete von ihren Tageserlebnissen. Doch plötzlich stand Aron auf und lief zur Wichteltür. Er dachte an die Bitte ihnen Toilettenpapier zu besorgen. Zum Glück stand dort die Palette mit den Umzugskartons. Vorsichtig öffnete er sie und schaute hinein. Zuerst entdeckte er Mehl und ein Brett sowie eine Teigrolle. In einem anderen Karton fand er einzelne kleine Rollen und ein Paket mit Minirollen von Toilettenpapier. Ein Schrank befand sich ebenfalls auf der Palette. Aron zog sich nachdem der Tisch abgeräumt war zurück in sein Kinderzimmer um die Hausaufgaben für die nächsten Tage zu erledigen.

    In Ravis Hausaufgabenheft war kein Eintrag, so das er nur das tägliche lesen zu erfüllen hatte. Danach hatte er frei und wusste schon ganz genau, was er dann machen möchte. Denn er wollte unbedingt für das Rentier eine Unterkunft bauen. Noch musste er etwas warten bis Mama Bella in der Küche alles erledigt hatte. Doch er musste noch ein bisschen länger warten, da die Waschmaschine einen leeren Magen hatte und gefüllt werden wollte. Mama Bella erklärte ihnen ungeduldigen Sohn, oder willst du mit schmutzigen Sachen in die Schule gehen. Eigentlich war es Ravi egal, Hauptsache es waren seine Lieblingssachen welche er anziehen konnte. Denn da gab es eine Hose in seinem Schrank die er überhaupt nicht mochte. Sie war so unbequem, darin konnte er nie der erste sein beim Rennen. Er hatte das Gefühl das in ihr eine Bremse eingenäht ist. Der Stoff war einfach unbeweglich und schmiegte sich nicht so an seine Haut wie seine blaue Lieblingshose. Mit ihr würde er sogar schlafen gehen, wenn da nicht die mahnenden Worte von Mama Bella wären. Nachdem die Waschmaschine zu waschen anfing, nahm sich Mama Bella Zeit für Ravi. Sie hörte sich die neue Seite aus der Fibel an, welche sie heute gemeinsam in der Schule angefangen hatten. Ein klein wenig musste Mama Bella ihn behilflich beim lesen bestehen. Danach verschwand die Fibel in den Ranzen und Ravi war voll in seinem Element um ein Gehege für das Rentier zu bauen.

    Hinter der Wichteltür lauschten Kalle und Niko was das nur für ein Geräusch sein kann welches dort aus dem Kinderzimmer kam. Es war ihnen wohl vertraut und doch fiel es ihnen einfach nicht ein. Zu gern wären sie jetzt in einem Versteck im sein Zimmer doch so einfach ging es nun mal nicht durch die Wohnung zu gelangen ohne erwischt zu werden. So übten sie sich in Geduld um im der folgenden Nacht auf die Pirsch zu gehen. Natürlich galt ihr Interesse einen weiteren Schabernack für die Kits zu gestalten.

    Was sich die Wichtel diesmal ausheckten, erfahrt ihr vielleicht morgen.

    © Petra-Josephine