Zwölftes Adventstürchen

    Zwölftes Adventstürchen

    Endlich ist das wahre Weihnachtsgefühl in der Seegasse 62 in Winterwalde gegenwärtig. Der Tag lief von jenem Moment an für die Kids wie frisch geölt. Zu wissen das die Wichtel wieder da sind ist wie ein Winter mit Schnee. Oder ein Sommer mit wärmender Sonne mit einem erfrischendem See. Ein Frühling mit dem frischen Grün und den vielen leuchtenden Blüten. Einfach rund, verbunden mit einem wohlvertrautem Wohlgefühl. Was wäre auch der Herbst ohne die segelnden tanzenden bunten Blätter im Wind.

    Der Wecker im Wohnzimmer klingelte, das war ein Aufruf für die Kinder sich langsam anzuziehen um in die Schule zu gehen. Nur Aron musste noch mal zurück, nachdem er vor der Haustür auf dem Gehweg stand und bemerkte das ihm heute etwas wichtiges fehlte. Es war sein Sportbeutel der einfach stehen geblieben ist.
    In jenem Moment wo die Wohnungstür geöffnet wurde, eilte Kalle suchend nach ein Versteck. Aron schnappte sich fix sein Sportbeutel und verließ daraufhin wieder die Wohnung.

    Der Vormittag verlief wie im Fluge. Ravi lernte einen weiteren Buchstaben und Aron brachte in Französisch eine gute Note zu seiner Freude mit nach hause. Nach einer kleinen Auszeit widmeten sie sich ihren Hausaufgaben. Ravi füllte drei Zeilen seinen neu erlernten Buchstaben. Es war gar nicht so leicht ihn gleichmäßig zu wiederholen. Durch Mama Bellas Zuspruch und Ermutigung gelang ihn die letzte Zeile sehr gut. Aron erledigter derweil seine Mathematik Hausaufgaben in seinem Zimmer. Danach lernte er die erste Strophe von einem neuen Lied. Weiter kam er nicht, den Ravi drängelte schon das Feuerholz für die Wichtel zu besorgen.
    Gemeinsam gingen sie in den angrenzenden Wald und sammelten ein paar trockene Äste welche auf den Boden lagen. Ein paar trockne Zapfen wanderten mit in den kleinen Stoffbeutel den sie sich mit genommen hatten. Die Luft wurde zwar langsam kühler doch Ravi fand kein Ende. Die Wichtel sollen nie frieren, verteidigte er sich. 
    Daheim angekommen öffneten sie die Eingangstür. Ein einladender Duft empfing sie aus der Küche. Mama Bella bereitete das Lieblingsessen ihrer Rasselbande. Es roch nach duftendem Ofengemüse.

    Nach dem sie ihre Schuhe ausgezogen und ihre Jacken aufgehangen haben. Legten sie gemeinsam als erstes die Zweige vor die Wichteltür.

    „Kommt einer von euch den Tisch decken?“ rief es aus der Küche. Da standen Beide zur Stelle und trugen das Geschirr, Besteck und die Gläser zum Esstisch. „Hier fehlt aber noch was“ rief Ravi aus dem Wohnzimmer in die Küche. Mama Bella war sich sicher alles vorbereitet zu haben. „Was fehlt den noch?“ Doch da stand Ravi schon in der Küche und nahm sich zwei weitere Teller und Besteck. Mit einem lächeln sagte er: „sollen die Wichtel etwa verhungern? Die müssen doch noch auf ihr Gepäck warten. Oder habt ihr das heute schon gesehen. Sie haben doch noch nichts in ihrer Wohnung.“ Daraufhin folgte ein Moment der Stille bis man hin und wieder eine Gabel über den Teller reiben hörte. Nur die zwei Teller blieben unberührt, obwohl Ravi auf diesen etwas Gemüse gelegt hatte. Mama Bella sah die besorgten Blicke von Ravi und erklärte ihm liebevoll. „Das wird sicher zu warm für die Wichtel sein. Weist du was wir lassen es ihnen einfach stehen. Du weist doch, das sie sich nie zeigen dürfen“ Natürlich wusste das Ravi noch sehr genau. Doch man kann ja hoffen und es sich wünschen sie ein mal, wenigstens ein einziges mal zu sehen.

    Wann das Gepäck ankommt und ob es überhaupt noch rechtzeitig ankommt erfährt ihr vielleicht morgen.

    © Petra-Josephine