Siebentes Adventstürchen
Kalle und Niko zogen sich ihre warmen Jacken über und nahmen ihre Stiefel zur Hand, welche vor dem Ofen standen. Denn Gustav hatte sie für seinen Besuch warm gestellt.
"Dankeschön, Gustav, das ist ein wohliges warmes Gefühl in die Stiefel zu huschen" bedankte sich Kalle dessen erster Fuß im Stiefel steckte.
"Was ist das? Irgendwas steckt in meinem Stiefel, ich komme nicht ganz rein" erklärte Niko sich.
"In meinem anderen Stiefel steckt auch etwas" kam es von Kalle. Sie holten jeder eine Dose mit Tannenspitze Tee und eine Mandarine sowie ein paar Nüsse heraus.
Sie umarmten Gustav herzlich, um sich dafür zu bedanken. "Nein, nein damit habe ich nichts zu tun" wehrte er es sich ab. Habt ihr denn noch nicht auf den Kalender geschaut? Sie konnten ganz deutlich sechster Dezember erkennen.
Oh nein eine Woche ist schon vergangen und wir sind immer noch nicht bei Aron und Ravi.
"Kommt denn zu dir auch der Nikolaus?" Forschte Kalle nach.
"Na klar habt ihr doch eben in euren Stiefel entdecken können." Gab Gustav zu verstehen.
"Nun macht euch auf den Weg und vergesst bitte nicht nach der Brücke gleich zu euer Rechten abzubiegen."
Die Wichtel Kalle und Niko machten sich auf den Weg. Gustav stand noch lange in der Tür bis keiner der beiden Wichtel mehr zu sehen war.
Erstaunlicher Weise kamen sie nach einer dreiviertel Stunde wieder daheim an.
Sehnsüchtig wurden sie von der Wichtelline Edda schon erwartet. "Na endlich seit ihr wieder da, ich habe euch noch nach gerufen, jedoch habt ihr mich leider nicht mehr gehört."
"Das tut uns Leid, wir sollen dir und alle anderen Wichte vom Wichtel-ältesten Wichtel Gustav ganz lieb grüßen."
Die Wichtelline Edda zog ein Brief aus ihrer Tasche, den sie die ganze Zeit, seit dem sie ihn empfangen hat behütete. "Hier der ist für euch und scheint wichtig zu sein. Denn er kam mit einem Eilboten."
Die Wichtel nahmen ihn in Empfang und starten auf den Absender. Das stand nichts von Leipzig, von wem kann er denn nur sein. Der Stempel von der Wichtel Postzentrale war deutlich zu erkennen.
"Was wollen denn die von uns?" fragende Blicke verweilten auf den Umschlag.
Edda reichte ihnen den aus Holz geschnitzten Brieföffner, dessen Ende mit einem Eichhörnchen verziert war.
Niko nahm den Brieföffner zur Hand und strich sanft über die Verzierung. Sicher um noch etwas Zeit heraus zu ziehen. Sein Herz klopfte bis zum Hals, er konnte es deutlich spüren.
"Na komm schon, öffne ihn doch bitte endlich" flehte Kalle seinen Freund Niko.
Dessen Hand vor Aufregung leicht zitterte. Nach den dritten Anlauf des Öffnens zog Niko den Inhalt des Briefes heraus. Er faltete ihn auseinander und las ihn still für sich. Seine Augen fingen an zu leuchten.
"Gib schon her, bitte" flehte Kalle.
Auch Kalles Augen leuchteten glücklich und vor allem erleichtert auf.
Ob der Brief das Geheimnis lüftet, erfährt ihr vielleicht morgen.
© Petra-Josephine
Siebentes Adventstürchen
- Details
- Zugriffe: 55