Sechstes Adventstürchen
Es zog ein frischer Fichtennadelduft durchs Domizil am frühen Morgen. Kalle und Niko schlummerte noch seelenruhig und Gustav setzte sich derweil auf der Truhe und schlürfte wie gewohnt sein morgendlichen Fichtennadel Tee. Dadurch erwachten die Wichtel fast gleichzeitig.
Schauten sich um und erinnerten sich daran wo sie gerade waren. Niko träumte nämlich in der Nacht das er bei Aron und Ravi zu Besuch war. Sie haben jetzt eine große Wohnung in der man sich fast verlaufen kann. Da war sooooo viel Platz und Gelegenheiten für kleine Späße.
Kalle und Niko reckten und steckten sich so gut wie noch nie.
"Das tat gut, ich habe wundervoll geschlafen." sagte Kalle
"Und ich habe einen wunderschönen Traum gehabt" gab Niko zu verstehen.
"Das freut mich sehr" antwortete Gustav, der die beiden still beobachtete und deren Anwesenheit sehr genoss.
"Na und seit ihr bereit für ein deftiges Frühstück?"
Wer kann da schon widerstehen. Gemeinsam räumten sie das Schlafgemach bei Seite und deckten den Tisch. Indem sie die vorbereiteten bereitgestellten Teller und Tassen aus der Küche ins Zimmer trugen.
"Zur Feier des Tages zünden wir eine Kerze an."
Dafür öffnete Gustav einen schmalen an der Wand neben dem Fenster stehenden Schrank und holte eine dicke rote Kerze hervor.
"Die zünde ich nur zu ganz besondere Anlässe an. Ihr seit es mir Wert diesen Moment mit euch zu teilen. Danke das ihr hier seit." bedankte er sich bei ihnen.
Kalle brannte es förmlich auf der Zunge noch einmal nach zu hacken, ob Gustav etwas in Erfahrung bringen konnte. Doch Gustav hat sich genau so zur Ruhe gebetet wie sie, woher und wann sollte er etwas erreicht haben. So schwieg er lieber und zappelte seine Ungeduld mit den Füßen unter den Tisch weg.
Plötzlich spürte Kalle eine warme Hand auf seine Beine.
"Bleib ruhig iss erst einmal und dann klären wir, was euch am Herzen liegt" mit einer ruhigen warmen Stimme.
"Mit einem gestärkten Bauch spricht es sich viel leichter. Oder möchtest du ständig von einem knurrenden Magen unterbrochen werden "
Kalle beruhigte sich zusehends und seine Beine entspannten sich.
Die Spannung knisterte dennoch förmlich im Zimmer, als lodere ein wohlig wärmendes vertrautes Feuer.
Dann war der ersehnte Augenblick gekommen und Gustav berichtete was er in Erfahrung bringen konnte. "Ich habe mich umgehört und folgendes in Erfahrung bringen können. Die Wichtelline Edda wollte euch etwas ganz wichtiges berichten. Jedoch hat sie euch nicht mehr erreichen können, da ihr schon im Dickicht des Waldes verschwunden ward. Sie erwartet euch zurück und dann hat sie euch etwas Wissenswertes zu sagen. Jetzt wo ihr gestärkt seit wandert es sich leichter zurück. Wenn ihr an der Brücke seit ist doch eine Weggabelung, geht den Weg zu euer rechten Hand und ihr werdet bald wieder daheim sein. Grüßt bitte alle von mir"
Kalle und Niko bereiteten sich auf den Rückweg vor.
Was Edda wichtiges zu berichten hat erfährt ihr vielleicht morgen.
© Petra-Josephine