Planet der Harmonie

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Planet der Harmonie

Einsam fühlte sich Tanja, als sie sich wieder einmal vom Leben gezeichnet zurückziehen wollte. Tränen rannten ihr durch den Körper hoch und runter sie schluckte sie immer wieder herrunter. Keiner sollte diese je sehen und doch zeichneten sie deutlich ihr Gesicht.
Stark wollte sie sein, nicht perfekt, denn sie wusste, das man nicht lebt wenn man perfekt sein will. Ihr streben war es lebensfähig zu sein diesen Kampf des Überlebens aufzugeben.
Sie saß unter einem dicken Eichelbaum von dem die reifen Eicheln runter fielen weil sie reif geworden waren.
Sie war gar nicht zu gegen, sie war weit weg mit ihren Gedanken und sicher versuchte sie zu realiesieren, warum und weshalb sie wieder einmal in diesem Zustand geraten war.
In jener Zeit, als sie da saß und doch nicht hier war, gesellte sich ein kleines Mädchen zu ihr und beobachtete Tanja sehr aufmerksam. Dabei sammelte sie sich stillschweigend Eicheln ein, die sie zum basteln mit nach Hause nehmen wollte.
Auf einmal verlohr das kleine Mädchen ihr Gleichgewicht und Tanje war sofort zu gegen und hielt sie liebevoll in ihrem Arm.

"Wie heißt du?", fragte Tanja spontan aus dem Bauch heraus, "Liesa" gab sie als kurze Antwort und war ein wenig erschrocken, denn sie wollte Tanja nicht stören. Ihr Körpchen hatte sie schon fast Boden bedeckt gefüllt. Liesa schaute schnell in ihr Körpchen, ob alle Eicheln noch drin waren. "Gott sei gedankt" lächelte sie vor sich hin. "Warum dankst du Gott" fragte Tanja der kleinen Liesa. Ich habe keine Eichel verlohren, sie sind alle in meinem Körpchen geblieben, trotz meines fallens eben. Was hat Gott damit zu tun, du hast sie doch selbst hochgerissen und dafür gesorgt das sie drin bleiben. Versuchte Tanja es Liesa zu erklären, doch Liesa sammelte eifrig schon wieder weiter ihre Eicheln auf und beobachtete Tanja aus dem Augenwinkel heraus.
Tanja schüttelte den Kopf, denn sie konnte nicht begreifen was hier vor sich ging, wie Selbstbewust das kleine Mädchen sich hier gab und sie selbst zauderte an ihrem eigenem Leben, wo sie doch so Lebenserfahren schon war.
Als das kleine Körpchen halb voll war setzte sich Liesa zu Tanja vollkommen vertraut, als ob sie sich nicht das Erste mal begegnet sind.
"Jetzt ist er schon halb voll" freute sich Liesa, Tanja dachte sich im Stillen, da hat sie aber noch viel zu tun bis sie ihn voll hat, er ist ja erst halb voll. doch sie schwieg.
"Warum zweifelst du?" sprach das kleine Mädchen Tanja an. "Ich zweifle an deiner Ausdauer, das du dein Korb noch voll lesen wirst." "Nein, das meine ich nicht, warum bist du so traurig?"
Tanja wischte sich über Ihr Gesicht um zu fühlen ob ihr nicht doch eine Träne geflossen ist, alles trocken "Gott sei gedankt" versuchte sie mit einem Lächeln die Situation zu kascheiren. Als ob das Liesa verstanden hat, sagte sie "siehst du auch du dankst Gott auch wenn du es abgelehnt hast vorhin als ich ihn dankte".
Vollkommen erschrocken sah Tanja jetzt Liesa in ihre Augen, in den sie ein Lächeln entdecken konnte. "Warum weißt du, was ich ebend dachte? forschte sie nach. "Ich fühlte es in meinem Inneren" und als sie diese Antwort gab, nahm sie Tanjas Hand und legte sie in den Korb Eicheln hinein. "Fühlst du ihn auch den Planeten der Harmonie?"
Entspannt und vollkommen losgelöst von den Tränen Blockaden lächelte Tanja und antwortete: "ja, möchtest du ihn von diesen Eicheln basteln?" Freudestrahlend ja mit sternenglitzernden Augen antwortete Liesa "magst du ihn mit mir erleben und aufbauen?"
Sie fing dabei an Eicheln neben sich zu legen und genoss das Gefühl der reinen Harmonie.

Vieleicht begegnest du sie, wenn du in der Natur spatzieren gehst und Menschen beobachten kannst die sich so gut verstehn.

liebe grüße eure Petra-Josie

CC BY-NC-ND © 05.09.2013 Petra-Josephine

 

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